Potsdam - Brandenburgs Finanzminister Christian Görke hat eine mögliche Entschädigung der Hohenzollern für enteigneten Besitz vorerst gestoppt.

Die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers hatten Anspruch auf Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe erhoben - unter anderem für Schlösser in Potsdam. Der Entwurf, der die Zahlung von mehr als 1,2 Millionen Euro vorsieht, liegt dem zuständigen Bundesamt zur Entscheidung vor. Der Minister wies nun das Landesamt für offene Vermögensfragen an, die Unterlagen zurückzuholen. Es soll jetzt ein externes Gutachten eingeholt werden, das in den erneuten Entwurf des Bescheides einfließen. Görke will vor allem prüfen lassen, ob die Bewertung der Personen, von denen der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, seine Rechte ableitete, gerechtfertigt seien oder nicht. Falls nicht, wären Ausgleichszahlungen ausgeschlossen.