Experten diskutieren Dürre-Auswirkungen auf Grundwasser und Böden



Neubrandenburg - Die Auswirkungen von längeren Dürren, wie im Jahr 2018, auf Grundwasser und Fruchtbarkeit der Böden beraten Experten auf dem diesjährigen Neubrandenburger Wasser-Kolloqium. Dabei sollen am 18. September auch Maßnahmen beraten werden, wie Niederschläge länger und effektiver in der Region gehalten werden können, sagte der Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt, Christoph Linke, am Mittwoch in Neubrandenburg. Absehbar sei bereits, dass der Osten Deutschlands stärker von den Auswirkungen der Trockenheit betroffen sei als der Westen.  

Die Tagung trägt den Titel «Grundwasser - Ressourcenschutz als Lebensgrundlage». Erwartet werden unter anderem Vertreter des Umweltbundesamtes aus Dessau und Gunnar Lischeid vom Leibniz-Institut für Agrarlandschaftsforschung Müncheberg bei Berlin. Lischeid werde über den Zusammenhang der Wasserstände in Seen und des Grundwassers in Ostdeutschland sprechen.

Nach Linkes Angaben hat die Trockenheit von Sommer, Herbst und Winter 2018 zu 2019 bisher zwar keine Auswirkungen auf die tiefere 2. und 3. Grundwasserleiter - ab 30 Metern - die in Mecklenburg-Vorpommern zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. Allerdings sei Grundwasser in der «ersten Etage» - von einem bis 25 Metern Tiefe - an acht von zehn Messstellen der Seenplatte auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen.

2018 war der Pegel der Mecklenburger Oberseen mit Müritz mangels Regen von 2,29 Metern auf 1,54 Meter gefallen. 2019 konnte das nicht ausgeglichen werden. Der Pegel fiel von 1,89 auf 1,45 Meter. Noch tiefer war der Wasserstand nur 1989 und 1947.



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