Junge Frau an Bahndamm erstickt – Angeklagter schweigt

 

Berlin – Rund acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 30 Jahre alten Social-Media-Beraterin an einem Bahndamm in Pankow hat der mutmaßliche Mörder vor dem Landgericht geschwiegen. Der 39-Jährige soll die Frau in einem Park an einem Bahndamm erstickt haben. Er habe die 30-Jährige ermordet, um eine vorangegangene versuchte Vergewaltigung zu verdecken, heißt es in der zu Prozessbeginn am Montag verlesenen Anklage.

Das Gericht hatte in einem Beschluss allerdings den rechtlichen Hinweis erteilt, dass anstatt einer Sexualstraftat auch ein versuchter Raub in Betracht komme. Der Verteidiger erklärte am Rande der Verhandlung, für einen Mord im Zusammenhang mit einer versuchten Vergewaltigung gebe es keine Anhaltspunkte.

Die Social-Media-Beraterin, die auch zu Hause arbeitete, soll sich am 25. Mai 2018 von ihrer Wohnung aus zu einer Grünanlage begeben haben, um sich zu sonnen. Gegen 16.10 Uhr sei sie angegriffen worden, so die Anklage. Die Frau habe sich heftig gewehrt. Sie sei durch «Verlegung der Atemwege» gestorben.

Zwei Tage später fand ein Spaziergänger die Leiche. Sichergestellte Spuren konnten laut Staatsanwaltschaft dem Angeklagten zugeordnet werden. Der bulgarische Staatsangehörige, der keinen festen Wohnsitz in der Hauptstadt hatte, wurde im Juli in Spanien gefasst und wenige Wochen später nach Deutschland ausgeliefert.



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Diana

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