Kultursenator Lederer: Nutzungskonzept für Alte Münze offen

Berlin - Die Senatszusage von 35 Millionen Euro für die Sanierung der Alten Münze bedeutet nach Angaben von Berlins Kultursenator Klaus Lederer keine Festlegung auf ein Nutzungskonzept. «Ziel ist, das Gelände als Kulturstandort zu entwickeln, der keine dauerhaften Zuschüsse benötigt, sich also selbst trägt», sagte der Linke-Politiker am Montag im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. Welche Einrichtungen dort eine Heimat fänden, sei weiter offen.

Das gelte auch für die Idee von Trompeter Till Brönner für ein «House of Jazz». «Ich halte das nach wie vor für einen möglichen Nutzungsbestandteil im Gesamtareal», sagte Lederer. Allerdings seien noch viele Fragen offen. Etwa die, wer laufende Kosten einer solchen Einrichtung tragen würde. Unklar sei auch, ob die vom Haushaltsausschuss des Bundestages zugesagten Mittel von 12,5 Millionen Euro womöglich inzwischen verfallen seien.

Leder wies darauf hin, dass große Teile des historischen Komplexes an der Spree dem Land gehören, ein Teil aber dem Bund. Nach längerer Pause wegen der sich hinziehenden Bildung einer neuen Bundesregierung werde der Gesprächsfaden sicher bald wieder aufgenommen.

Eine Sanierung wird nach Einschätzung des landeseigenen Immobiliendienstleisters BIM sechs oder sieben Jahre dauern, so Lederer. Nach Abschluss sei eine kulturelle Nutzung jedweder Form möglich. Aktuell wird die frühere Prägeanstalt als Eventlocation vermietet. Lederer hatte vorgeschlagen, die zeitgenössische Musikszene dort anzusiedeln.




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