Prozess um Morde in Rathenow - Angeklagte äußern sich

 

Potsdam - Im Prozess wegen Mordes an einer Frau und ihrem Lebensgefährten in Rathenow (Landkreis Havelland) haben sich die beiden Angeklagten vor dem Potsdamer Landgericht zum ersten Mal geäußert. Die beiden 30 und 54 Jahre alten Männer hatten am Mittwoch eingeräumt, am Tattag in der Wohnung der Opfer gewesen und diese gefesselt und geschlagen zu haben, wie das Gericht mitteilte.

Die Männer sollen sich laut Anklage am frühen Morgen des 13. Januars 2018 gewaltsam Zutritt zu der Wohnung der 36-Jährigen verschafft haben. Anschließend sollen sie die Frau und ihren zwei Jahre jüngeren Lebensgefährten gefesselt und misshandelt haben. Die Opfer wurden nach Angabe der Staatsanwaltschaft durch Messerstiche und Strangulierungen schwer verletzt und starben an Rauchgasvergiftung. Um ihre Tat zu vertuschen, sollen die Angeklagten die Wohnung angezündet und die Schwerverletzten zurückgelassen haben.

Die Angeklagten gaben am Mittwoch an, nicht mehr in der Wohnung gewesen zu sein, als der Brand gelegt wurde. Auch die Schnittverletzungen mit dem Messer wollte keiner begangen haben. Das Gericht muss nun die Aussagen der Männer würdigen und ein Urteil fällen, wie Gerichtssprecher Sascha Beck der dpa sagte.

Motiv für die grausame Tat war aus Sicht der Staatsanwaltschaft, dass die Frau den 54-jährigen Angeklagten wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der 34-jährige Bekannte sei getötet worden, weil er Zeuge geworden war.





Auf Facebook teilen

Über den Autor

ben

Power Radio - ... ich on air ...

Mehr über den Autor