Serie von 14 Raubüberfällen in Berlin: Angeklagte schweigen

 

Berlin – Nach einer Serie von 14 Raubüberfällen auf Hotels und Supermärkte in Berlin stehen drei Männer vor dem Landgericht. Die 23- bis 43-Jährigen sollen Angestellte mit einer scharfen Schusswaffe sowie Messern bedroht und die Herausgabe von Geld erpresst haben. Rund 32 000 Euro Beute hätten die mutmaßlichen Räuber erlangt. Die Verteidiger erklärten heute zu Prozessbeginn, ihre Mandanten würden sich derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern.

Die Serie begann laut Ermittlungen im Mai 2018 in einem Supermarkt in Schöneberg. Zwei der Angeklagten hätten einen Mitarbeiter mit zwei langen Messern bedroht und mehr als 1800 Euro aus der Kasse erbeutet. Bei einer Tat zwei Tage später sei eine Angestellte geschlagen worden, weil sie nicht schnell genug die Kasse geöffnet habe, so die Anklage. Einer der Angreifer habe zudem eine Schusswaffe auf den Kopf der Zeugin gerichtet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 23- bis 43-Jährigen in einem unterschiedlichen Ausmaß an der Serie beteiligt gewesen seien. Der 23-Jährige, dem drei Überfälle zur Last gelegt werden, ist wegen einer ähnlichen Tat vorbestraft. Im November 2018 wurde er zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt, weil er im Juni 2018 mit Komplizen ein Geschäft im Moabit überfallen hatte.

Den drei Angeklagten wird schwerer Raub, räuberische Erpressung und Körperverletzung zur Last gelegt. Die Verhandlung wird am 15. Mai fortgesetzt.



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Diana

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