Demonstranten blockieren erneut Autobahnausfahrten in Berlin
Klimaschutz-Demonstranten haben am Freitag erneut Autobahnausfahrten in Berlin blockiert. Sie setzten sich am Morgen in kleinen Gruppen in Steglitz, Tegel und Pankow auf Kreuzungen, wie die Polizei mitteilte. Einige Demonstranten klebten sich an den Straßen fest. Auf den Autobahnen kam es zu Rückstaus. Die Polizei war im Einsatz und löste Blockaden auf.
Möglicherweise waren für den ganzen Tag weitere Aktionen geplant. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) twitterte: «Die Demonstrierenden sind anscheinend dynamisch in Gruppen unterwegs. Für das gesamt e Autobahnnetz gilt jetzt eine Warnung, dass punktuell Blockaden eingerichtet werden können.»
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte, dass die Polizei Demonstranten vorübergehend in einen sogenannten Gewahrsam nimmt, um zu verhindern, «dass sie am nächsten Tag woanders sitzen bzw. kleben». Möglich ist das, um Fortsetzungen von bestimmten Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten zu verhindern.
Die Gruppe «Letzte Generation» blockiert seit knapp drei Wochen fast jeden Morgen Autobahnausfahrten im Berliner Stadtgebiet. Sie fordert von der Bundesregierung mehr Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Viele Demonstranten kleben ihre Hände an der Straße fest, um zu verhindern, dass die Polizei sie schnell wegbringt. Bereits von Januar bis März hatten die Demonstranten immer wieder Autobahnausfahrten blockiert.
