Eispanzer gegen Spätfrost

Kurz vor Mitternacht steht Landwirt Malte Voigts auf seinem Heidelbeer-Feld. Kalte Nächte im April haben Obstbauern besonders genau im Blick - aus Sorge vor Frostschäden. «Sobald Temperaturen um null Grad angekündigt sind, müssen wir nachts raus», berichtet Landwirt Voigts aus Kremmen im Landkreis Oberhavel. Auf einem Teil seiner insgesamt 25 Hektar großen Heidelbeer-Felder arbeitet er mit Frostschutzberegnung, um die Obstblüten vor Schäden zu bewahren. 

Frost hatte etwa im April 2024 für große Ernteeinbußen bei Äpfeln in Brandenburg gesorgt. Laut Gartenbauverband Berlin-Brandenburg entstanden Millionen-Schäden. 

Für Landwirte mit Obstplantagen herrscht derzeit eine sensible Phase, und auch im Mai kann es noch späte Nachtfröste geben. Aber das bleibt nicht das einzige Wetterrisiko für die Obstbauern. 

«Ich hoffe sehr, dass nichts passiert», sagt Landwirt Voigts. Zwischen Heidelbeerkulturen führen Wasserleitungen für die Frostschutz-Beregnungsanlagen entlang. Die Sträucher werden daraus mit Wasser berieselt, damit sich um die Blüten ein isolierender Eispanzer bildet. Es entsteht dadurch sogenannte Erstarrungswärme, die Blüten und Knospen vor dem Erfrieren schützt. Wichtig sei, die Beregnung auch bei Sonne und Plusgraden erst dann abzuschalten, wenn der Eispanzer vollständig geschmolzen sei, sagt Voigts, der neben Heidelbeeren auch Spargel und Kürbis anbaut. Auch ein Betrieb in Klaistow bei Beelitz lässt Frostberegner über den Heidelbeeren laufen, wie der Rbb berichtete. 



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Selina

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