TU Berlin plant Teile des Hauptgebäudes zu öffnen
Seit Mai ist das marode Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin inklusive Audimax dicht. Knapp einen Monat vor dem Start des Wintersemesters sagt die Universität, wie es weitergeht.
Das wegen Baumängeln seit Monaten geschlossene Hauptgebäude der Technischen Universität (TU) Berlin könnte bald teilweise wieder öffnen. In einem Pressestatement, erklärte die Universität, eine mögliche Teilnutzung werde «intensiv vorbereitet». Ein konkreter Zeitpunkt wurde nicht genannt. Im Audimax und in einem weiteren Hörsaal des Gebäudes fänden schon seit einigen Wochen wieder Prüfungen statt.
Weitere Teilnutzungen würden derzeit brandschutztechnisch geprüft. «In einem Monat erwartet die TU Berlin die Ergebnisse einer externen Machbarkeitsstudie», hieß es. Im Mittelpunkt ständen zunächst die Hörsäle im Erdgeschoss, die für Prüfungen und – sofern die erforderlichen Bedingungen erfüllt seien – auch für Lehrveranstaltungen genutzt werden sollten.
«Eine vollständige Rückkehr der Fakultäten und der Verwaltung in das Hauptgebäude wird im Wintersemester wegen der Größe und der komplexen Abläufe sowie notwendiger Abstimmungen jedoch nicht möglich sein.» Die Vorlesungszeit des Wintersemesters 26/27 beginnt am 12. Oktober.
Am 9. Mai wurde das Hauptgebäude der Uni wegen Baumängeln geschlossen. Der Sanierungsstau an der TU beläuft sich nach Angaben der Hochschule auf 2,4 Milliarden Euro.
Trotz der Einschränkungen könnten im kommenden Semester alle rund 4.000 Lehrveranstaltungen in Präsenz stattfinden. Räume in anderen TU-Gebäuden sollen stärker genutzt und Seminare und Vorlesungen gegebenenfalls in Randzeiten stattfinden.
Auch das Gebäude Bergbau- und Hüttenwesen (BH-N) am Ernst-Reuter-Platz, das seit Juni wegen Baumängel geschlossen ist, will die TU zum Teil wieder öffnen. Seit Mitte August gibt es laut TU einen beschränkten Zugang zum Haus für Forschende.
«Unser Anspruch ist es, schnell, aber auch sorgfältig und professionell den Gebäudezustand zu verbessern», teilte TU-Präsidentin Fatma Deniz mit.
An der TU entstehen mehrere Neubauten. Am 4. September wurde das Richtfest für die Chemical Invention Factory gefeiert, die Laborflächen für den Bereich Grüne Chemie bietet. Am 10. September soll das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (Imos) mit Laboren, Konferenzräumen, einem Zentrum für 3D-Druck und 3D-Visualisierung sowie einem eigenen Hochleistungsrechner eröffnen. Ende September wird hinter dem Hauptgebäude das Richtfest des Tuliums, eines neuen Transfer- und Ausstellungsgebäudes, gefeiert.
