Unfalltod einer Elf-jähritgen in Berlin-Marzahn - Täter wurde verurteilt
Nach dem Unfalltod eines elf Jahre alten Mädchens in Berlin-Marzahn bleibt es bei einer neunmonatigen Bewährungsstrafe gegen einen Autofahrer. Der 61-Jährige hatte nach Überzeugung des Gerichts eine rote Ampel missachtet und mit seinem Auto die Schülerin erfasst. In einem Berufungsprozess hat das Berliner Landgericht gestern das Urteil der ersten Instanz bestätigt. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tötung, es habe sich um ein «Augenblicksversagen» gehandelt, begründete die Vorsitzende Richterin. Der Fall sei nicht vergleichbar mit sogenannten Raserfällen. Das Amtsgericht Tiergarten hatte den Autofahrer vor rund acht Monaten der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig gesprochen. Zudem erging eine Führerscheinsperre von weiteren sechs Monaten. Der frühere Unternehmer sowie die Eltern des Mädchens als Nebenkläger hatten Berufung eingelegt. Diese wurden nun verworfen. Die Elfjährige und ihre Mutter wollten laut Ermittlungen am Nachmittag des 12. April 2022 bei für Fußgänger grüner Ampel die Landsberger Allee überqueren. Das Mädchen sei auf der Fußgängerfurt von dem Wagen des Angeklagten erfasst worden. Es erlitt schwerste Kopfverletzungen und starb wenige Tage später im Krankenhaus.
