Weniger unerlaubte Einreisen an polnischer Grenze
In Frankfurt (Oder) sind in der Vergangenheit hunderte Menschen festgestellt worden, die illegal einreisen wollten. Die Zahlen an der Stadtbrücke und der A12 zeigen nun eine klare Tendenz.
An der polnischen Grenze zu Brandenburg hat es zuletzt weniger Fälle von unerlaubten Einreisen gegeben. Zwischen April und Juni registrierte die Bundespolizei im Bereich Frankfurt (Oder) 410 Fälle.
Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Im Vergleichszeitraum im Jahr 2025 waren es demnach mit 842 mehr als doppelt so viele Fälle. Die Zahlen beziehen sich auf den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Frankfurt (Oder).
Im ersten Quartal 2026 hatte es demnach 461 unerlaubte Einreisen gegeben. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es auch hier mit 766 Fällen deutlich mehr. Ebenso ging die Zahl der festgestellten illegalen Schleusungen im Bereich der Bundespolizei Frankfurt (Oder) auf drei Fälle im zweiten Quartal 2026 zurück. 2025 waren es zwischen April und Juni fünf Fälle.
Laut der Antwort der Bundesregierung entstanden im Zusammenhang mit einer geänderten Verkehrsführung am Grenzübergang der A12 und dem Einrichten der Kontrollstelle Kosten von rund 820.000 Euro. Hinzu kommen monatliche Mietkosten in Höhe von circa 2.300 Euro und monatliche Unterhaltskosten von etwa 24.000 Euro. An der Frankfurter Stadtbrücke entstehen der Bundespolizei monatlich durch die Grenzkontrollen 2.300 Euro Mietkosten und 15.000 Euro Unterhaltungskosten. An der Grenze zu Polen gibt es die Kontrollen bereits seit Oktober 2023.
