«Schulen ohne Rassismus» treffen sich im Landtag

Was tun gegen Diskriminierung? Schülerinnen und Schüler aus 73 Schulen in Brandenburg kommen in den Potsdamer Landtag, um über Strategien gegen Mobbing und Übergriffe zu sprechen. Ihre Schulen gehören laut Landtagsverwaltung zum Netzwerk «Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage». 122 Brandenburger Schulen sind mittlerweile Teil des deutschlandweiten Zusammenschlusses und können sich ein Schild als sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung an ihre Schultore hängen.

In Workshops tauschen sich die Jugendlichen und ihre Lehrerinnen und Lehrer den ganzen Tag über zu Mobbing, Rassismus und Klassismus aus. Dabei geht es zum Beispiel um die Fragen: Wie kann ich radikalem Influencing auf Social Media begegnen? Wie lerne ich, Verschwörungstheorien zu durchschauen? Wie schaffe ich einen Perspektivwechsel, um empathischer zu sein?

Was bedeutet «Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage»?

Landesschülersprecher Jakob Stamm berichtet darüber, wie Schülerinnen und Schüler mitwirken und ihren Anliegen eine Stimme geben können. Der Berliner Musiker Matondo gibt einen Rap-Workshop gegen Rassismus und die Choreografin Tea Kolbe lehrt «Tänzerisches zum Thema Haltung gegen rechts». Für Lehrkräfte gibt es spezielle Veranstaltungen, zum Beispiel zum Thema Neutralität und Schule.

Mehr als 5.000 Schulen in Deutschland sind im Netzwerk aktiv und haben sich den Titel «Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage» erworben. Er beinhaltet die langfristige Verpflichtung, Aktionen und Projekte gegen Diskriminierung durchzuführen – «weil es sie stört, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder aufgrund ihrer Religion beschimpft, gemobbt oder gar körperlich bedroht werden», heißt es vom Netzwerk.



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