Kriegsmunition wird gesprengt
In einem Wald nördlich von Potsdam sind Bomben, Granaten und Handgranaten gefunden worden. Ein Teil der Munition soll gesprengt werden. Mehrere Hundert Menschen müssen einen Sperrkreis verlassen.
In einem Waldstück nördlich des Potsdamer Ortsteils Groß Glienicke wird am Mittwoch in einer Woche Weltkriegsmunition gesprengt. Betroffen von der Entschärfung sind 700 Menschen in der Waldsiedlung Groß Glienicke und 150 Menschen im Berliner Ortsteil Gatow, die am 30. September den 1.500 Meter großen Sperrkreis bis 9.30 Uhr verlassen müssen, wie die Stadt Potsdam mitteilte. Demnach werden zudem die Bundesstraße 2 und die Landstraße 20 gesperrt.
Den Angaben zufolge liegen im Sperrkreis rund um die Groß Glienicker Heide auf Brandenburger Seite die Waldsiedlung Groß Glienicke, die Preußenhalle, das Landesamt für Umwelt, eine Gemeinschaftsunterkunft und eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. Auf Berliner Seite sind es rund 50 Einfamilienhäuser und der Landschaftsfriedhof Gatow. Auch Dallgow-Döberitz im Landkreis Havelland liegt teils im Sperrkreis, allerdings nur eine landwirtschaftlich genutzte Fläche.
Von den Sperrungen betroffen sind die Buslinien 604 und 638. Erstere wird den Verkehr kurz nach 9.30 Uhr einstellen, zweitere wird umgeleitet.
Die Munition wurde bei einer Absuche gefunden. Es handelt sich um Bomben, Granaten und Handgranaten. Ein Großteil der Munition wurde bereits abtransportiert. Der andere Teil soll nun kontrolliert gesprengt werden.
