Wer rettet die Retter? - Sodann-Bibliothek braucht Geld

Wer die Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha im Landkreis Meißen besucht, tritt eine kleine Zeitreise an. In hohen Regalen reihen sich tausende Bücher aus der DDR-Zeit aneinander - darunter bekannte Klassiker wie die Kinderbücher von Alexander Wolkow, aber auch zahlreiche Werke, von denen nur Fachleute wissen, dass es sie gibt. 

Die Idee für die Sammlung hatte der Schauspieler Peter Sodann (1936 - 2024). Er wollte die DDR-Bücher vor der Vernichtung und dem Vergessen retten. Seit seinem Tod im vergangenen Jahr steht die Bibliothek vor einer ungewissen Zukunft. Die zentrale Frage lautet: Wer rettet die Bücherretter?

Sodann baute die Sammlung während der Wende ab 1990 auf, 2012 zog er mit den Büchern in das abgelegene Rittergut Staucha. Seit 2018 ist die Bibliothek als gemeinnützige eingetragene Genossenschaft organisiert. Doch der Einrichtung fehle jegliche Förderung vom Bund oder dem Freistaat Sachsen, beklagt Aufsichtsrat Bernd Pawlowski (72). Die Bibliothek lebe von Spenden - und auch die gingen «rapide» zurück.



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